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08.04.2033 - Massenkarambolage auf der A7 - 13 Menschen verletzt
Schnee: 74 Fahrzeuge krachen ineinander
13 Menschen verletzt - Auf der A 7 ging gestern Vormittag beidseitig gar nichts mehr - Kilometerlange Staus
Zwar kracht es auf der A 7 in Höhe Altenstadt häufiger, doch ein Unfall diesen Ausmaßes ist den Rettern nicht im Gedächtnis: Gestern, kurz vor 10 Uhr, kam es aufgrund plötzlich auftretenden Schneefalls und Glätte auf der Anhöhe zu mehreren schweren Zusammenstößen, in deren Verlauf laut Einsatzkräfte 74 Fahrzeuge - davon 15 Lkw - verwickelt wurden. 13 Menschen wurden teils schwer, teils leicht verletzt. Der Sachschaden geht in die Millionen Euro.
„Es war wie eine Wand. Sekunden, und man hat absolut gar nichts mehr gesehen“, so gibt Kreisbrandrat Alfred Raible die Worte einer Unfallbeteiligten wieder, die als eine der Ersten in das Unglück verwickelt war und in den plötzlich auftretenden Schneesturm geriet. Aufgrund der Glätte kam es sodann zu einer tragischen Kettenreaktion mit mehreren nach einander folgenden Unfällen mit Lkw und Pkw. Ein anderer Unfallbeteiligter - Mitarbeiter der Straßenmeisterei - berichtete der IZ, er sei ein Ersthelfer am Unfallort gewesen und habe einen verletzten Mann aus einem BMW in sein Fahrzeug gezogen. In diesem Augenblick sei aber ein Skoda in beide hinein gerutscht und der Straßenmeisterei-Mitarbeiter sei vom Sitz seines Sprinters geschleudert worden. In Sekundenschnelle passierten dann die Folgeunfälle.
Mit dem Helikopter nach Ulm
Von den insgesamt 13 Verletzten erlitten nach Polizeiangaben zwei Personen schwerste Blessuren. Einer von ihnen, ein 33-jähriger Österreicher, wurde mit dem Hubschrauber in die Ulmer Uniklinik geflogen.
Am schlimmsten war die Autobahn-Spur in Richtung Norden betroffen, dort verkeilten sich die meisten Fahrzeuge oder rasten in die Leitplanke und in die Böschung. Ein verheerendes Bild. Diese Spur war gestern auch von morgens zehn bis Spätnachmittags gegen 17.30 Uhr total gesperrt, während die Fahrbahn in Richtung Süden bereits ab 13 Uhr wieder lief.
Der kilometerlange Stau, der sich gebildet hatte, brauchte ebenfalls Stunden, um sich wieder aufzulösen. Zwar ließ die Polizei schon kurz nach 10 Uhr keinen Verkehr mehr weder auf die A7 ab Illertissen noch ab Altenstadt. In den Orten selbst waren Polizeiposten platziert, um die Autofahrer rechtzeitig zu warnen, doch auch das verhinderte erhebliche Kolonnen in Richtung A 7, auf der B 19 und zum Zubringer nicht. Den halben Tag über quälten sich Blechlawinen durch Altenstadt und Illertissen und nur wer ortskundig war und einen Schleichweg kannte, konnte den Mega-Staus entgehen.
Ein Riesen-Einsatz war der gestrige Massen-Unfall vor allem für die über 40 Rettungskräfte, die an die Unfallstellen, die sich kilometerweit in Richtung Süden hinauf zogen, eilten. 13 Polizeistreifen und die Feuerwehren Illertissen, Altenstadt und Erolzheim waren vor Ort. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, auslaufendes Benzin abzubinden und die umgestürzten Lkw auf Gefahrgut hin zu kontrollieren.
„Fast ein Wunder“
„Aber zum Glück war nichts Dergleichen dabei“, sagte Kreisbrandrat Raible der ILLERTISSER ZEITUNG. Trotz der Massen-Karambolage spricht er noch von Glück, „denn wir mussten niemanden aus dem Wagen befreien oder gar heraus schneiden.“ Die Verletzten konnten allesamt so aussteigen und geborgen werden. Bei einem Unfall dieser Größenordnung „fast ein Wunder“, wie Raible meint. Denn da hätte es auch Tote geben können. Ein Sanka nach dem anderen fuhr mit Blaulicht und Sirene durch die Rettungsgasse, die die im Stau stehenden Autofahrer gebildet hatten. Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz und etliche Abschleppwagen, die die über 70 Fahrzeuge weg bringen mussten.
Zelt aufgeschlagen
Auf der Nord-Spur hatte das Rote Kreuz Neu-Ulm ein orangefarbenes, aufblasbares Zelt aufgeschlagen, um die Verletzten und Wartenden bei Eiseskälte zu versorgen oder mit Tee und Suppe aufzuwärmen. Normalerweise wird es dazu benutzt, durch ausgetretenes Gefahrgut verunreinigte Personen zu dekontaminieren. Aber zum Glück brauchte man dies ja gestern nicht zu tun.
Bergung bis zum Spätnachmittag
Ab Mittag war wenigstens die Südspur soweit frei, dass der Verkehr daran vorbei geleitet werden konnte. Die Feuerwehr und die Abschlepper aber hatten danach noch Stunden zu tun, die andere Seite zu räumen.
Quelle:
www.kfv-nu.de
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