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26.06.2011 - Bei einem Zimmerbrand in einer Doppelhaushälfte konnte eine Person durch die Feuerwehr Illertissen aus dem brennenden Zimmer gerettet werden.
Einsatzbericht:
Zimmerbrand in Illertissen: Frau in Lebensgefahr
Dramatische Szenen spielten sich am späten Sonntagabend kurz vor Mitternacht in der Josef-Lumper-Straße in Illertissen ab: Aus dem Erdgeschoßfenster einer Doppelhaushälfte schlugen helle Flammen; ein Mann warf brennende Matratzenteile aus dem Fenster, und zwei Nachbarn versuchten, in das Haus vorzudringen. Dies gelang ihnen aber wegen des dichten Rauches nicht.
Wie der Hausbesitzer, der in der Nachbarschaft wohnt und das Feuer als einer der ersten bemerkt hatte, noch in der Nacht erzählte, hatte er Krach gehört und Feuerschein gesehen, Seine Tochter alarmierte die Feuerwehr, und er selbst wollte zuerst gemeinsam mit einem weiteren Nachbarn, der ebenfalls durch Krach und Hilfeschreie aufmerksam geworden war, in das Haus eindringen, um eine Frau zu retten, von der beide vermuteten, dass diese wohl gesundheitlich angeschlagen sei, weil sie schon seit längerer Zeit nicht mehr außer Haus gesehen worden war. Doch die beiden Ersthelfer mussten den Rückzug antreten, weil die Wohnung bereits total verraucht war, und sie nahmen auch den 64-jährigen Mann mit hinaus.
Ein erster Trupp der schnell eintreffenden Freiwilligen Feuerwehr Illertissen ging unmittelbar danach unter schwerem Atemschutz in die Wohnung vor. Die beiden Feuerwehrleute konnten die im Bett liegende 56-jährige Frau heraus holen und dem inzwischen bereit stehenden Rettungsdienst übergeben. Sie hatte eine schwere Rauchvergiftung sowie Brandwunden zweiten und dritten Grades erlitten, sodass akute Lebensgefahr bestand. Der Notarzt bemühte sich mehr als eine Stunde lang, die Patientin so weit zu stabilisieren, dass sie transportfähig war. Schließlich konnte sie mit dem Rettungswagen ins Ulmer Bundeswehrkrankenhaus gebracht werden.
Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West in Kempten am Montagvormittag mitteilte, wurde sie dort notoperiert; sie schwebt aber laut Auskunft des Pressesprechers nach wie vor in Lebensgefahr. Ihr 64 Jahre alter Ehemann hatte ebenfalls eine Menge der giftigen Rauchgase eingeatmet und wurde mittelschwer verletzt in die Stiftungsklinik Weißenhorn eingeliefert.
Der Rettungsdienst-Einsatzleiter hatte neben dem Notarzt insgesamt drei Fahrzeuge an die Brandstelle beordert: In einem Rettungswagen wurde die Frau versorgt, im anderen ihr Mann, und die dritte Fahrzeugbesatzung stand vorschriftsgemäß zur Absicherung des Atemschutzeinsatzes der Feuerwehr bereit. Der hilfsbereite Hausbesitzer und sein Nachbar, der mit ihm gemeinsam versucht hatte, die Frau zu retten, blieben unverletzt. Der Zimmerbrand war von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht worden und anschließend wurde der Rauch mithilfe eines Hochdrucklüfters aus dem Haus geblasen. Somit konnte die Feuerwehr nach einer knappen Stunde wieder abrücken.
Der Schaden in der Wohnung, den das Feuer und vor allem die Rauchgase angerichtet hatten, wurde in ersten Schätzungen mit rund 10000 Euro angegeben. Der Kriminaldauerdienst der Polizei übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache; bisher liegen aber keine gesicherten Erkenntnisse vor.
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